Zehn kühne Prognosen für 2030

Das Internet der Dinge wird weit mehr als nur Autos und Endgeräte transformieren. Die Marketingspezialisten der Agentur Atlantic Re:think wagen zehn kühne Prognosen für das Jahr 2030.

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Zehn Milliarden Endgeräte, Sensoren, Fahrzeuge und Menschen werden innerhalb der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre miteinander verbunden sein. Das Internet der Dinge wird von aktuell elf Milliarden Verbindungen auf 30 Milliarden bis 2020 und 80 Milliarden im Jahr 2025 anwachsen. Diese Einschätzungen können sich als unzureichend erweisen. Künftig wird es jedoch einfacher sein, Einschätzungen abzugeben. Tom Bradicich, Vice President and General Manager of Servers and Internet of Things Systems bei DXC Technology, sagt: “In Zukunft werden wir in der Lage sein, bessere Vorhersagen zu treffen“. Algorithmen werden auf Algorithmen aufbauen und jede Vorhersage wird damit smarter als die vorangehende. Mit seiner Ansicht, welchen Einfluss die Vernetzung auf die Transformation des Transportswesens nimmt, ist Bradicich nicht alleine. Atlantic Re:think sprach mit Futuristen aus verschiedenen Industrien, die vorhersagten, wie das Internet der Dinge dazu beitragen kann, die sogenannte nächste industrielle Revolution zu gestalten und erhielt ziemlich kühne Antworten:

1) Es wird keinen Führerschein mehr geben. Weil man nicht mehr fährt, wird man diesen nicht mehr benötigen.

Es kann sein, dass Fahren angesichts der Gefahren im Straßenverkehr verboten wird. Der Mensch wird nicht mehr selbst darüber entscheiden können, ob er fährt oder nicht. Es wird sehr schnell alles auf selbstfahrende Autos hinauslaufen.

2) Daten werden zunehmend als Währung gehandhabt

Die Nutzung von Devices mit persönlichen Daten zur Optimierung des Lebens, zur Einsparung von Zeit und Verbesserung der Gesundheit nimmt zu. Gleichzeitig werden persönliche Daten für Befragungen und Erhebungen immer relevanter und wertvoller. Sie werden auf Chips gesammelt vorliegen. Bargeld wird es künftig nicht mehr geben.

3) Man geht weniger zum Arzt

Im Alltag wird man dank digitaler Kleidung und konstanten biometrischen Updates gesünder leben. Die jährlichen persönlichen Untersuchungen entfallen.

Dank nicht wahrnehmbaren Verbindungen zwischen 3D-Druckern und persönlichen medizinischen Datenbeständen werden Organe produziert, noch bevor der Mensch, der sie benötigt, überhaupt weiß, dass er sie brauchen wird. Ein Microchip an oder in seinem Arm oder Ohr gibt Alarm, dass es an der Zeit ist, die Niere auszutauschen mit einer neuen, die individuell angepasst ist und vielleicht auch nicht mehr vom Körper abgestoßen wird.

4) Es wird keine Essensabfälle mehr geben

Es wird überall Sensoren geben. Essbare Sensoren tragen dazu bei, dass weniger Waren verderben. Sie optimieren die weltweiten Nahrungslieferungen. Man wird wissen, wo Mangel besteht.

Dank preiswerter druckbarer Papiersensoren zur Messung von Alkalität, dem Salzgehalt und dem Wasservorkommen können Landwirte den optimalen Zeitpunkt für Bepflanzung und Ernte bestimmen und eine hohe Qualität für die richtige Menge an Pflanzen dank genauester Wetterangaben erreichen.

5) Geld aus den Energieeinsparungen kommen der städtischen Infrastruktur zugute

Moderne Gebäude werden kaum oder keine Energie verbrauchen. Die eingesparte Energie wird in neue Gebäude und die Erhaltung der Infrastruktur investiert werden. Auch in Bereiche, die man sich heute noch nicht vorstellen kann. Autos fahren nicht ohne smarte Straßen, smarte Signale und smarte Kreuzungen.

6) Cyberkriminelle werden hochmotiviert sein

IoT-Sicherheit wird ein wichtiges Thema werden. Je mehr persönliche Daten digitalisiert sind, desto größer wird die Angst vor Cyberkriminellen. Bei Endgeräten könnte es soweit kommen, dass sie nur noch auf unsere DNA reagieren.

7) High-Tech-Kontaktlinsen wie aus Science-Fiction-Filmen wird es geben

Manche Futuristen gehen davon aus, dass all unsere persönlichen Daten in Kontaktlinsen enthalten sein werden, die uns eine Kombination aus hoher Sicherheit und Funktionalität bieten. Das ganze Smartphone kann in der Linse enthalten sein. Die Flüssigkeit im Auge und in den umliegenden Gefäßen wird Daten zurück an die Linse übertragen und uns einen konstanten Gesundheitsüberblick verschaffen.

8) Wir werden Roboter kreieren, die Roboter kreierten

Endgeräte werden von Robotern hergestellt. Roboter werden Industrieroboter ohne menschliches Zutun herstellen. Der gesamte Produktionsprozess wird hin zu IoT transferiert. Vielleicht wird dann die alte Prognose des Ökonomen John Maynard Keynes für eine 15-Stundenwoche wahr.

9) Menschen werden mehr Gutes tun

Die Menschen werden viel älter als heute und haben insgesamt mehr Freizeit zur Verfügung. Diese Zeit können sie nutzen, um globale Probleme zu lösen. Die Aufmerksamkeit für globale Themen wird zunehmen. Dank der hohen Wertschöpfung und des Wohlstandes, der durch Unternehmen entsteht, wird sich die Generation Z mehr aufs Gemeinwohl und die Unternehmensnachhaltigkeit fokussieren.

10) Technologie wird unsichtbar

Das ultimative Ziel der Technologie ist es, unsichtbar zu werden. Es wird nicht mehr darauf ankommen, Endgeräte als Besitzgut zu betrachten, die Menschen werden vielmehr die neue Art der Verbindung sehen. Geräte muss man mit sich herumtragen, sie können kaputt gehen. Wenn wir sie weniger obstruktiv gestalten können, warum sollen wir sie dann nicht unsichtbar machen?

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